Was ist ein Stoma?

In Deutschland leben etwa 160.000 Menschen mit einem Stoma.
Aber was ist das überhaupt?

Ein Stoma ist ein künstlicher Darmausgang oder eine künstliche Harnableitung.
Dafür wird bei einer Operation eine Körperöffnung geschaffen, durch die ein kleines Stück Darm oder Harnableiter (je nach Stomaart) nach außen auf die Hautoberfläche geleitet wird. Anschließend wird der Darm (oder Harnleiter) an der Haut fixiert. Die eigentliche Öffnung am Bauch wird als „Stoma“ bezeichnet.  
Durch eine Stomaanlage geht die Kontinenz verloren.
Kontinenz ist unsere Fähigkeit, Stuhl und Urin zu kontrollieren und selbst zu steuern, wann wir zur Toilette gehen.
Um diesen Nachteil auszugleichen, gibt es spezielle Versorgungssysteme.
Diese bestehen zum einen aus einem Hautschutz, damit die Haut um das Stoma nicht von Stuhl oder Urin angegriffen wird und zum anderen aus einem Beutel, der die Ausscheidungen geruchsdicht auffängt und sammelt, bis der Inhalt in der Toilette entsorgt wird.

Die drei häufigsten Stomaarten:

Colostoma (Dickdarm)
Ileostoma (Dünndarm)
Urostoma (Harnableiter)

Zudem gibt es auch noch andere Stomaarten, wie das Tracheostoma (Stoma der Luftröhre) oder das Gastrostoma (Stoma des Magens).


Warum ein Stoma?

Die häufigsten Ursachen bzw. Krankheitsbilder, die ein Stoma erforderlich machen:

-Darmkebs (insbesondere Rektumkarzinom)
-Darmverschluss
-Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Mobus Crohn & Colitis Ulcerosa)
-FAP (Familiäre Polyposis)