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Schwimmen mit Stoma

Immer wieder lese oder höre ich folgende Frage:
“Kann man mit Stoma überhaupt noch schwimmen gehen?”
Das ist ganz leicht zu beantworten: JA!
Von meiner Schwägerin wurde ich das erste Mal, als wir zusammen mit den Kindern schwimmen gingen, gefragt, ob ich dann jetzt noch einen anderen Beutel drauf kleben müsse, damit es im Wasser hält, aber so kompliziert ist das überhaupt nicht.
Badeanzug, Bikini oder Badehose an, ab ins Wasser und Spaß haben – das war es auch schon❤️

Du musst keine Angst haben, dass dein Beutel nicht hält. Stoma Versorgungen sind so ausgelegt, dass sie auch im Chlor-, Salz oder Süßwasser sicher am Bauch haften bleiben.
Tatsächlich wird Stomaträger:innen das Schwimmen als Sportart oft empfohlen.
Hierbei wird der gesamte Körper gleichmäßig belastet und trainiert, sodass der Bauch nicht zu sehr belastet wird.
Wenn du dich nach deiner Stoma OP also so langsam wieder sportlich betätigen möchtest, wäre schwimmen ein sehr guter Einstieg.

Es gibt Stomaträger:innen, die es nicht weiter stört, wenn der Beutel herausschaut. Allerdings werden die meisten Versorgungen im nassen Zustand recht durchsichtig, wodurch man dessen Inhalt erkennen kann. Hierfür gibt es Stoma Cover aus Lycra (der typische Badeanzugstoff), die sich nicht mit Wasser vollsaugen.

❤️ Vielen Dank an Maxi für das wundervolle Foto aus Thailand❤️

Diese Stoma Cover findest du hier: (Achtung- es folgt Werbung in eigener Sache 🙂 )

https://www.stomalicious-blog.de/produkt/stoma-cover-schwimmbad-beach/

https://www.stomalicious-blog.de/produkt/stoma-cover-beach-schwimmbad-floral/

https://www.stomalicious-blog.de/produkt/stoma-cover-beach-flower/

Ich persönlich gehöre zu den Menschen mit Beutel am Bauch, die mehr Halt benötigen.
Durch meine Narben und Hernien brauche ich sowieso schon einen guten Schutz meiner Bauchdecke. Da ich für gewöhnlich aber auch des Öfteren meine inzwischen zweijährige Tochter tragen muss, ist es für mich undenkbar ohne Bandage schwimmen zu gehen.
Bevor ich Mutter geworden bin, hat mir eine Bandage aus Lycra (Badeanzugstoff) gereicht. Allerdings nervte mich damals schon das ständige nach oben rutschen und wieder zurechtrücken müssen. Für Menschen, bei denen dieses nicht passiert, kann ich mir gut vorstellen, dass so eine Bandage absolut ausreichend ist.
Nun habe ich aber nach einer anderen Lösung gesucht, da die Stoma Bandagen für den täglichen Gebrauch natürlich nicht für das Schwimmen geeignet sind. Sie würden sich nur zu sehr mit Wasser vollsaugen.
Ich hatte das Glück, dass ich die Neopren Bandage “HydroActive” von Basko Healthcare testen durfte und möchte nun meine Erfahrungen mit dir teilen.
Es folgt hier also ganz klar (unbezahlte) Werbung aus Überzeugung:

Der erste Kontakt mit Basko war sehr freundlich, entgegenkommend und absolut kompetent. In einem Telefonat wurde ich von einer besonders engagierten Mitarbeiterin über die verschiedenen Stoma Bandagen in Kenntnis gesetzt. Die Neopren Bandage hat natürlich mein größtes Interesse geweckt, aber ich durfte auch zusätzlich noch eine weitere Bandage testen (hierzu wird es nochmal einen separaten Beitrag geben).
Bevor diese auf den Weg gesandt werden konnten, benötigte die Mitarbeiterin noch die genauen Maße meines Bauches.
Mein Tipp: Den Bauch unbedingt von den zuständigen Stomatherapeut:innen oder dem Sanitätshaus ausmessen lassen!
Da dies bei mir schon einige Male gemacht wurde, weiß ich inzwischen wie es funktioniert und worauf ich achten muss.
Gesagt, getan: Bauch ausgemessen und ganz bequem per E-Mail an Basko weitergeleitet.
Einige Tage später trafen die Bandagen dann auch schon bei mir ein.
Beim Auspacken der Neopren Bandage fiel mir schon auf, wie bequem und weich sie sich anfühlte. Also direkt mal getestet. Durch eine integrierte Lasche ist ein einfaches Anlegen gewährleistet. Sie saß perfekt und fühlte sich gut an.
Da mich, wie bereits erwähnt, bei der Bandage aus Lycra, die ich zuvor nutzte, das ständige Hochrutschen nervte, habe ich die Neopren Bandage auch schon hier zu Hause auf Herz und Nieren geprüft, bevor es das erste Mal ins Schwimmbad ging. Ich lief herum, sprang und hüpfte, trug meine Tochter, tanzte mit ihr um die Wette und die Bandage saß noch immer perfekt.
Aber was noch viel besser und wichtiger ist: Im Vergleich zur Bandage aus Lycra bietet die Neopren Variante von Basko deutlich mehr Halt und Sicherheit im Bereich der Bauchdecke.

Inzwischen sind einige Wochen und viele Besuche im Schwimmbad vergangen, in denen ich die HydroActive Bandage ausgiebig testen konnte und ich muss ganz klar sagen:
Nie wieder ohne- ich liebe sie!
Diese Bandage ist für Stomaträger:innen, die gerne schwimmen gehen eine absolute Bereicherung.
Beim Tragen meiner Tochter fühlt sich meine Bauchdecke ausreichend geschützt an. Ich kann mit ihr plantschen, sie heben, aber eben auch schwimmen oder rutschen. Und ich liebe die Wasserrutschen in Schwimmbädern sehr!
Alles hält und bleibt an Ort und Stelle.
Den Beutel während des Aufenthaltes zu leeren ist super einfach. Durch die zuvor erwähnte Lasche lässt sich die Bandage auch im nassen Zustand sehr leicht wieder anlegen.
So dauert der Besuch auf der Toilette nicht länger als bei anderen Menschen.
Optisch sieht die Bandage zudem noch schick aus. Also egal ob Badehose oder Bikini – die Bandage kann sich sehen lassen.
Im Badeanzug natürlich nicht – hier lässt sie sich sogar gut verbergen, sodass anderen Menschen überhaupt nicht auffällt, was sich darunter befindet.

Nach dem Schwimmen wasche ich die Bandage nur einmal gründlich mit Wasser aus, um sie zu schonen. Sie kann theoretisch aber auch in einem Wäschenetz bei 40 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden.


Für mich landet diese Bandage auf meiner Must-Have-Liste für Stoma Hilfmittel ganz weit oben und ich werde sie definitiv weiterempfehlen ❤️

Die HydroActive Bandage und alle wichtigen Informationen findest du übrigens hier:
https://basko.com/de-de/Produkte/Orthesen-und-Bandagen/Rumpf/Details/Stomacare-Bandage-HydroActive?s=neopren

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